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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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II. Theil. zxster Brief.

Menschen durchaus meiden. Sonderlich mußman, wo man noch so schwach ist, demFeinde entweichen, und der Welt und denKreaturen nicht zu nahe unter Augen kommen,damit wir des Schöpfers Naheseyn nicht ausden Augen verlieren, und die Welt uns nichtverblende, überwinde und wieder einnehme.Man muß die Kreaturen nicht zu viel sehen,damit wir auch allgemach ihr Andenken undihre Liebe verlieren, und so wahre Fremdlingewerden mögen, deren Wandel nur bei GOttim Himmel ist.

Liebe das.Gebech. Dein stätes Geschaffte,vom Morgen bis zum Abend, sey bethen. Laßdein Herz und Begierden immer mit GÖttreden in inniger Einfalt; jeine Lust ist in denKindern der Menschen. Denke oft, und so vielmöglich stats, mit Liebe und Ehrfurcht an ihn,an seine Gegenwart, und an seine Vollkom-menheiten, und opfere dein Herz mit allem,was du bist, hast und vermagst, ihm öftersim Geistund Wahrheit auf: alles so herzlichund so aufrichtig, als dir immer möglich ist.Kommst du etwa von dieser kindlichen, aberunglaublich nützlichen und schönen Uebung,durch Schwachheit oder Untreue, ab, so fangenur sanfte und von Herzen wieder an, undwerde hierin nicht müde, wenn du schon an-fangs keine große Frucht und Fortgang darinspüren möchtest. Es ist nicht wahr, daßsolch eine Lebensart schwer sep. Sie ist demGeiste leicht und lieblich, und wird zu seiner

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