Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
80
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Geistliche Briefe.

daß ihr, bei dem späten Reisen durch dasGewitter und in dem fremden Logement, soviel Ungemach angetroffen. Inzwischen sei)dem HErrn gedanket, daß er eure Gemü-rher in der Wüste noch darunter bewahret,und euch diese Reise glücklich und mir Ver-gnügen hat endigen laßen!

Alles vorübergehende Ungemach und Pro-ben gehören mir zum Wege, und werdennach der weisen Dispensation des himm-lischen Vaters zu unserem Nutzen ausgethei-let. Ich sage, sie gehören zum Wege. Wannwir heim kommen, so ist die Ruhe und siche-res Vergnügen so viel größer. Nur nochein wenig Muth! Bald ist es gethan. GanzGDttes zu seyn, und )hn in allen Din-gen zu sehen, ist der einzige Weg des bestän-digen Friedens. Denket an keinen anderen,liebe Schwester! Wir sind nur gar zu langunserer selbst, und in der Klemme gewesen.Die freundliche Stimme unsers süßen Hei-landes ladet uns ein, mit unserem Geistheraus zu gehen in die göttliche Weite undFreiheit seiner Kinder durch gemeldten Frie-densweg. Er will, wir sollen noch unbe-dingter die Seinigen seyn. L) großes Glück! ^-v süßes Evangelium! Wir wollen dann al->les widerrechtliche Recht, so wir bis dahin ^über uns selbst gehabt, ihm auf das seiet-!lichste übertragen, und in eingekehrtem Sinn!seinem göttlichen Geist freie Hand in und!über uns laßen, damit JEsus sein Reich

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