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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
69
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II. Theil. 2;stcr Brief.

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Schwester, und rüft euch nicht der HErr,ohne mein Erinneren, im Geist zu: Ich binder HErr dein GVrr, du sollst keine an-dere Götzen haben vor meinem Angesicht!Läßt es uns der HErr nicht so liebreich undtreulich fühlen, daß er allein und völlig genugsey? Er will, daß sich unser Herz nicht indiesem oder jenem, sondern allein in ibmerfreuen, vergnügen und beschäfftiget haltensoll; er reißet süßiglich, abermachtiglich, alleinnere Neigungen zu sich: und dieses ist sohöchst billig und beseligend, daß, wenn wirnur darin zu bleiben suchen, wir es ja nichtanderst begehren, sondern uns glücklich achten,daß wir gewürdiget werden, alles für dieseedle perle zu verkaufen.

So viel zu schreiben, als ich hier thue,würde ich in acht Tagen schwerlich gekonnthaben, so wenig Zeit bleibt mir jetzt übrig.O! wenn wir nur GOtt dienen und gefallen.Meine Augenschwachheit muß ich jetzt ver-gessen so gut ich kann. Ich grüße nochmals,liebe Schwester! und versichere euch meinerunverrückten Liebe und Angelegenheit an euremFortgang und Vergnügen im Geist.

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