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Geistliche Briefe.
Verwandten, da passen die bösen Geister rechtauf, uns mittelbar oder unmittelbar in ihrElement einzuziehen, und durch Einschiebungnatürlicher, sinnlicher, vernünftiger Vorstel-lungen und Regungen zu turbiren und zuschaden. Wir schüchterne Kinder würdenrecht alteriren, wann wir den Fleiß dieser un-serer Feinde sähen: aber dieses Alteriren wür-de uns schaden; und darum läßt es der HErruns schwache Kinder nicht sehen. Wir sol-len uns nur, als Kinder, mit stillem süßemVertrauen im Geist in seinen Schooß retiri-ren, unfern Freund, und nicht die Feinde,ansehen; dann hat der phantastische Fürstdieser Welt nichts an uns; der HErr decketuns so dann heimlich bei sich zu, und seineNahheit und Treue macht, daß aller FeindeList und Macht mit Schanden zurück prallet.Wenn ein Herzenskind seinen GOttsolchem Falle nahe hat: o! dann sollte eswohl im Geist den zweiten Psalm, im An-gesicht seiner Widersacher, singen. Nun dann,liebe Schwester, laßet uns dann erkennenund loben die hohe Salvegarde, und solchekindlich vor Augen halten!
Uebrigens kann ich nicht ausdrücken, liebeSchwester, mit welch einer Geringachtung,Gleichgültigkeit und Abgeschiedenheit eine zuminwendigen Leben berufene Seele die Dingedieser Welt ansehen, behandle» und besitzenmuß, ohne sich von einigem Ding besitzenzu laßen. Ist es nicht die Wahrheit, liebe
Schwe-