Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

66

Geistliche Briefe.

oftmals dem HErrn mit einem Affect der Lie-be und des Vertrauens; thut solches auchunvermerkt, mitten unter der Behandlung derzerstreuenden Dinge; machts recht wie einschwaches Kind, das seiner Mutter Handfest halt. Bezeuget dem gegenwärtigen Freundedes Herzens, daß ihr nur aus Noch undUnterwerfung so viel Zeit und Attention aufsolche Kleinigkeiten verwendet, und ihr unver-gleichlich lieber seinen göttlichen Wirkungen,seinem Dienst und seiner Gesellschaft im Geistabwarten wolltet. Bezeuget ihm durch dirstumme Herzenssprache, daß ihr alles nichtfür euch selbst, sondern nur für ihn thunwollet, ohne Absicht auf eigenen Nutzen oderSchaden, Gemach oder Ungemach, undlaßet dann die Neigung, die er in euch ge-leget , um wieder nach Haus und zu eurergewöhnlichen Ruhe zu kehren, ein beständi-ges Gegengewicht sepn, daß ihr euch nir-gend zu weit einlaßet. Und ich wollte wohldabei fügen: laßet eure leibliche Schwach-heit einen guten Vorwand sepn, euch bis-weilen zu excusiren und zu entziehen, wo eureGegenwart eben so nöthig nicht ist.

ki>!

Wi

Der

«ilim

M>!