Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 2 (1798)
Entstehung
Seite
65
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n. Lheil. 24ster Brief.

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vorübergehenden bittern Ständlein gelegen?Wird nur durch eine zeitliche Trübsal das Herzgebeuget, und aufgewecket, bußfertig nachG-Otteö Gnade in Christo zu hungeren; dannsind solche Bitterkeiten nicht für aller WeltSüßigkeiten zu vertauschen. Das wird jenerTag klar machen. Ich wünsche nur, aus demInnersten meines Herzens, daß es allen ihrennachgebliebenen Anverwandten bei dieser Ver-anlaßung kräftig ans Herz geleget werden,und durch diesen Todesfall eine bleibendeBewegung zum Gnadenleben in ihrem In-wendigen entstehen möge.

Q wie so gerne bedienet sich die ewigeLiebe aller, und auch solcher Trauerfälle, un-serm armen ausgewandten Herzen beizukom-men, und den im Betrug steckenden Sinn,bei so unwidersprechlichen Erfahrungen vonder Nichtigkeit alles Zeitlichen, von dem Zeit-lichen ab - und auf was Wahres und Bestän-diges zu ziehen! Möchtens doch die unsterb-liche Seelen beherzigen, und den bitteren Kelchnicht bis auf die Letzt versparen!

Daß GOtt euch, geliebte Schwester, beidieser Betrübniß so gesiärket hat, ist mirrecht erkenntlich zu vernehmen. Der HEtrwird ferner stärken unter den verstreuendenSachen, welche daselbst noch zu verrichtensepn möchten. Ich werde nicht unterlaßen,seine göttliche Majestät in Schwachheit füreuch zu bitten, daß er euch bewahre, und allesNöthige darreiche. Befehlet euch auch selbstErst. B. H. Th. E oftmals