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Geistliche Briefe.
nimmt er uns als arme Kinder auf und ein,uns bekleidend mit seiner Kraft und Vollkom-menbeiten.
Seyd denn unverzagt, liebe Schwester,ihr seyd des HErrn mit Leib und Seel; laßetihn mit beiden machen, was ihm beliebt.Auch die völlige Ueberlaßung, wonach eureSeele verlanget, muß vom HErrn selbst ineuch gewirker, und friedsam erwartet werden.Es läßt sich nicht erzwingen; wann die Stundeder Geburt da ist, dann wird man aus Gna-den hinein geführet. Inzwischen liebet eurenGOtt, lobet ihn, bethet ihn an, so wie eseuch gegeben wird; freuet euch in ihm, undüber solcher Beschäftigung ohne Beschäffli-gung vergesset ein wenig euch selbst und eureSchwachheiten, ja auch eure leibliche Schwach-heiten. Brauchet nicht so viel Medicamente.Ich kenne eure Krankheit, und deren beschwer-liche Umstände, und nehme von Herzen Theilan euren Leiden: aber ein stilles Vertrauenim Geist, eine Unannehmlichkeit in der Seele,und eine mäßige Bewegung für den Leib, sindbesser als viel Mediciniren. In der Diät undvor der Luft müßt ihr euch in Acht nehmen,aber auch nicht zu scrupulös darin seyn, vielweniger so stäts daran und an eure Schwach-heit gedenken: bisweilen kann sich eine ^ls-l-Mie;m3AM3u-e mit darunter mischen. Manmuß es nun und dann einmal sacht probiren,was man kann. Wie ich aus dem Bette auf-skand, und anfing zu schreiben, da war ich
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