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Der i7te Brief.
Unsere Unvollkommenheiten nöthigen unS, unSselbst zu verlaßen, um in JEsu die göttlicheVollkommenheiten zu finden.
N. N.
Ae» ^ie liebe Schwester fraget: wie eineSeele hoffen darf, daß sie jemalsNi H an den Vollkommenheiten GDrees Theilr schon! haben könne, so lange sie sich so sehr vonDD allen Tugenden arm und enrblößc fin-iiE«der, rc. ? Und ich antworte: Daß eineG/y Seele niemals recht gebührend Theil habenMm könne an den Vollkommenheiten GOttes,solange sie nochmeynet, Vollkommenheitenin sich selbst zu haben, oder sich selbst zuwegezu bringen.
Unsere vermeynte Vollkommenheiten hal-ten uns in uns selbst gefangen. Viel seligersind wir, wenn uns die Erfahrungen unsererElenden und Unvollkommenheiten, nicht much-los, sondern arm und entblößt machen, nndalso nöthigen, uns selbst zu verlaßen, unsmit JEsu zu vereinigen, und an seinen gött-lichen Vollkommenheiten Theil zu haben.
Ich wiederhole es: Laßet euch, liebeSchwester, eure Gebrechen und Elenden sehrmißfallen, aber nicht kleinmüthig machen.
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