' A Der izte Brief.
Vom süßen Kleinseyn, und der daraus entstehen-den Zufriedenheit.
ch« Werthe Schwester!
d» Aat der HErr es etwa gefüget, daß ein>kt O ^ von mir geredetes Wort euch gedienet hat;liiskr so wisset ihr schon, daß alles Gute vomHErrnM ist, und wir nur auf Ihn allein zu sehen Ha-ie Halben. Nehmet weder von mir, noch von
hl einigem Geschöpf etwas an, als was euch zuWm GOtt leitet, und euren Grund, nicht dieM Sinnlichkeit, beruhiget und erweitert.-
, ^ . Ich glaube doch, daß ich euren Berufüberhaupt erkenne. Der HErr will euchganz für sich haben, und sich durch den Wegund Zug des Herzens mit eurem Geiste verei-rM-nigen, euch abscheidend von allem Leben und5^, Aufenthalt im Geschaffenen und in euch selbst.Welche Barmherzigkeit! Folget kindlich dersanften Neigung des Herzens zu seiner innigenNahheit, welche Neigung ihr aber mehr ineuch finden, als machen mäßet. Liebet undfolget dem HErrn einfältig, ohne so genanunterscheiden zu wollen, wie und wo ihr seyd,damit der Eigenliebe der Weg abgeschnittenbleibe. Wir mäßen nicht hoch, sondern kleinI> C? seyrt