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Geistliche Briefe
Könnte ich euch wohl eine bessere Gestaltund vergnügtere Begegnung wünschen, dieauch eben so wohl nach Ostern Statt habenkann und muß? Laßet uns wirken, wo dieLiebe uns wirken macht, aber ja auch dasgelaßene warten am Grabe unsers Herzensnicht versäumen; da so viele Jünger (wie Pe-trus und Johannes thaten) nur geschwindzum Grabe, und auch wieder vom Grabelaufen, und eben weil sie nicht warren, auchnicht finden. Laßet uns hübsch aushalten,und mit nichts weniger als mit JEsu selberuns vergnügen laßen! Nichts Kreatürliches,nichts Sinnliches, nichts Empfindliches,nichts Englisches muß uns aufhalten, weilauch nichts auf eine gründliche und bleibendeWeise unfern Kummer wegnehmen, noch den
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Grund vergnügen kann, als wann JEsusselbst der Seele im Geist erscheinet. O! da
gibt ein einziges Wort des ewigen worrsalles, was man verlanget. Ich wünschedenn nochmals, daß JEsus euch erscheine,nach seinem Wohlgefallen, und euch diesesKraftwort vernehmen laße: Maria! Gewiß-lich es wird dann alles, was in euch ist, intiefster Ergebenheit, ihm auch nur ein einzigesWort: Rabbuni, mein Meister! zu ant-worten wissen.
Obiges hatte schon zum Theil geschrieben,wie unterm Schreiben euer letzteres Angeneh-me vom stenJneses erhalte, und daraus eureanhaltende Schwächlichkeit mitleidig ersehe.
Nun
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