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Bd. 1 = Th. 2 (1798)
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Geistliche Briefe.

da sie recht fröhlich ausgeboren und versetzetwerden in die Weite der lieben süßen Ewig-keit. Zwar gehets auch bet dieser letzten Ge-burt oft sehr unansehnlich und bedrängt her,daß das Gnadenkind wohl gar auch äch-zen und weinen muß, bis es durch kommt:aber alles zu seinem Beßren.

Bald ists gethan, da es mit JEsu wirdheißen: Es ist vollbracht. Die Engel,

gleichsam als Hebammen, (daß ich so rede)stehen bei dieser Geburt schon bereit, daszur seligen Ewigkeit geborene Kind auf ihreArme zu nehmen, und wie jenen Lazarum, inAbrahams oder GOttes Schooß zu tra-gen. Da freuen sie sich herzkindlich, daß einKind zur Licht - Liebes - und Freudenweltgeboren ist; da wird Geburtstag celebrirt;da singt man, wie ihr dort gesungen habt,und ich, weil ichs wußte, mitgesungen ha-be: Liebe, die du mich zum Bride rc. undzu einem jeden Vers singen die lieben Engelihr Gloria. Ehre sey GDrc in der Höhe rc.Halleluja. Und darauf soll ich, und solltauch ihrs nun ferner mit GOtt wagen, diekurze Geburtsschmerzen (ich will sagen diemancherlei Beschwerlichkeiten des bald geen-digten Piigerwegs) nicht scheuen, sondern wirsollen uns fein schicken und bücken, wissend,daß unsere Arbeit nicht vergeblich sey in demHErrn. Amen! HErr JEsu, bleibe beiuns, dann es will Abend werden!

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