Druckschrift 
3 (1795) [Wilhelm Meisters Lehrjahre. Bd. 1]
Entstehung
Seite
279
Einzelbild herunterladen
 

27g

deck. Dieser spielte gewöhnlich die gutinü-khigen, polternden Alken, wovon das deut-sche Theater nicht leer wird, und die manauch im gemeinen Leben nicht selten ankrist.Ocnihda es der Chararkcr unsrer Landsleuteist, das Gute ohne viel Prunk zu lhun undzu leisten; so denken ste selten daran, daßes auch eine Art gebe, das Rechte mit Zier-lichkeit und Anmuth zu thun, und verfallenvielmehr, von einem Geiste des Widerspruchsgetrieben, leicht in den Fehler, durch einmürrisches Wesen, ihre liebste Tugend imContraste darzustcllen.

Solche Rollen spielte unser Schauspielersehr gut, und er spielte ste so oft und aus-schließlich, daß er darüber eine ähnliche'Artsich zu betragen im gemeinen Leben ange-nommen hakte.

Wilhelm gericth in große Bewegung, so-bald er ihn erkannte, denn ec erinnerte stch.