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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
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472
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472 Zeugniß der Wahrheit

beth mit aufs neue aufgemuntert werden. Undwahrlich! ist solches jemals noch gewesen, so Eist es jetzt in diesen unfern letzten, finstern, Everwirrten und verführerischen Zeiten, da dieList und Macht der Finsterniß so ungemein Milgroß ist, und hingegen die Kräfte des Geistes Dein den Gläubigen so wenig wirksam sind,daß die kluge mit den thörichten Jungfrauen, Müber dem Verzug des Bräutigams, anfan- Wgen schläfrig zu werden. Laßet uns gedenken, Mwie daß uns alle solche Gefahren und Verfüh- Mrungen in diesen letzten Tagen von Christo, Mtund seinen Aposteln sind vorher geweißaget Mworden, die uns auch durch Heilsamen Rath ''und Warnungen vielfältig dagegen haben be- ,, ^festigen und verwahren wollen.

54. Derhalben, damit wir sowohl gegen M,diese, als auch andere Gefahren und Verfüh-- ^rung des Feindes mögen gewarnet seyn undMbleiben; so laßet uns ^

Erstlich lieben, hochachten, und (nachErfoderung unserer Seelenzustände und Um- Vstände) gebrauchen die heilige Schrift, oder «Gdie Bibel. Sie ist unstreitig das göttlichste ^und beßte Buch auf der ganzen Welt, und ^eine Offenbarung, oder ein Ausdruck des Wil-lens GOttcs an uns. Und es ist eine höchst-strafbare Undankbarkeit und Vermessenheit,dieses von GOtt uns geschenkte und unschätz- ^bare Gnadenmittel gering zu achten, oder ^gar zu verachten. Wobei wir aber nicht ver-