462 Zeugniß der Wahrheit
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47. Noch ein Grund, welchen einige zurfalschen Freiheit mißbrauchen, ist dieser; daßsie nämlich sagen: „Es würden ja doch end- «O„lieh alle Menschen wiedergebracht, und selig A l„werden. Ob nun einige etwas früher, an- M»„dere aber später (nämlich in jener Ewigkeit) A Z,„wiedergebracht würden; so mäßen sie doch hiiihc„alle ein - und dieselbe Wege und Lauterun-„gen durchgehen: der Unterscheid zwischen ich„Gottlosen und Frommen sey derhalben so M„groß nicht, als man wohl meyne." M
48. Nun will man sich zwar gar nicht 'Weinlaßen in die Untersuchung dieser Frage,wovon zu unseren Zeiten so vieles pro und "i st!conrra ist geschrieben worden; ob und wiefern nämlich diese Meynung von der Wie-Verbringung wahr, oder nicht wahr sey? Man ^ ßüberläßet solches andern, die Lust und Zeit §dazu übrig haben. Indessen wird ein jeder, A:dem seine Seele lieb ist, gewarnet, daß er, Ä/>mit uns, seine Heiligung in dieser kostbaren HieGnadenzeit zu vollenden trachte. Nur wol- ^len wir sagen, daß der Schluß, den man Hedaraus ziehet, gar nicht mit der Mey- Hi!nung zusammen hange, noch daraus folge, ljs»«Denn, gesetzt, es sey diese Meynung wahr; iUso ist ja doch bekannt, welch einen ungemeingroßen Unterscheid die Vertheidiger dieser «chsMeynung setzen zwischen denjenigen, welche tz'tzhier bei Leibesleben wiedergebracht werden/
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