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nach der Gottseligkeit. 451
Ansehung der Zeit, oder Währung dieserLeiden, als auch in Ansehung derselbenSchärfe, Vielheit, und der damit gepaartgehenden mancherlei Besonderheiten, da eineSeele anderst geführet werbe, als die andere;maßen die ewige Liebe GOtleö, wie in allem,also auch in diesem mit seinen Kreaturen nachseiner unerforschlichen Weisheit und Güteverführet; so, daß er keine Seele über Ver-mögen läßt versuchet werden, und sich nachder Zartheit oder Kraft nicht allein der Seele,sondern wohl gar des Leibes und der Com-plexion, einiger maßen bequemet und herun-ter läßt, und nachdem ers nöthig findet, einigelanger und schwerer probirer, andere kürzerund mit oft wiederholten Abwechslungen durch-zuführen weiß.
z6. Diejenigen, worin die Eigenheit vorandern fest und tief eingewurzelt, und sichmehr ausgebreitet hat; die einen steifen Ei-genwillen, eine kluge und geschliffene Ver-nunft, oder auch Gelehrtheit und große Ge-danken von sich selbst und ihrem Thunhaben; Menschen, die sonderliche Gaben derNatur, oder außerordentliche Gaben derGnade empfangen haben, und daher in ihreneigenen und anderer Augen hochgeachtet sind:alle solche, wenn GOttes Güte sie in seineLäuterung einzunchmen würdiget, mäßengewiß am längsten und härtesten herhalten;wie auch solche Seelen, die GOtt gesinnetist, mit sonderbaren Gaben und Gnaden zuFf 2 besehen-