Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
407
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I. Theil. ichSster Brief.

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suchung nehmen, und in den alten nachthei-ligen Acten grüblen wollen, ja auch keineKlage noch Anfoderung zur Störung des Ge-wächs acceptiren, und bei uns liegen laßen;sondern alles nur alsbald und versiegelt un-serm Advocaten, dem liebsten Kindlein JEsus,barbringen als eine Sache, die aus unfernHänden ist.

Mich betreffend, du magst mir sagen undschreiben, was du willst, ich bin deinetwegenohne Sorge, aber nicht ohne Mitleiden.Ich glaube dirs nimmcrmebr, daß deinWille des Gemüths in einige Sünde wissent-lich eingehen soll: im Gegentheil ist dieß ebendie ganze Ursache aller deiner Leiden, daß deinGemüth vieles an sich siehet und fühlet, dasJEsu zuwider ist, und daß es ihn nicht soinnig und kindlich lieben kann, wie es gernwollte. Ein schmerzliches aber seligmachendesLeiden.

JEsus siehet den tiefen Grund deinerMeynung, welche er selbst gewirkct, unddurch seine Nabheit mitten unter allen Sturm-winden unverrückt erhält. Ach, daß du auchin einem stillen, willenlosen Sinn nur da-selbst nahe bleiben möchtest im dunklenGlauben . ohne dich dessen so sehr anzuneh-men , was in und mit dem Leibe des TodesVorgehen möchte, welches alles dir nichtsschaden, sondern dich noch mehr fördern undhinein treiben soll.

Cc 4 JEsus