Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
393
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I. Theil. Zoster Brief.

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vereiniget. JEsus hat den Schooß seinesVaters verlaßen; und kommt, uns armeKinder wieder in diesen Schooß der Liebe ein-zuführen. Merkst du es nicht mit mir, wieuns dieses süße Kindlein so holdselig winkt,und zu sich hinein beruft? Ja, du merkst es.So laß dich dann los, gib seinem Zug undWirkung Raum, ohne Sorge für Betrug;der Geist selbst wird Zeugniß geben, daß GeistWahrheit sey. Was dich beunruhigen oderherauslocken will, dem traue nicht leicht, auchnicht den Anfoderungen, die mit so vielerAengstlichkeit dir ankommen. Wir habennicht empfangen den Geist der Furcht, son-dern den Geist der reinen Liebe und innigenFreiheit. Dieser Geist erhebet und neiget dasHerz zur Hochachtung, Anbethung und Liebedes seligen GOttes; zum abgeschiedenenWandel im Geist, und geheimer Gemein-schaft mit diesem so nahen GOtt. Da ver-gißt man der Kreatur und Eigenheit; nichtsUnreines, Falsches, Hartes, Eigenliebigeskann bleiben bei diesem reinen, unschuldig-sten, sanften Liebeswesen; sein göttliches Na-heseyn und Einfluß macht uns ihm ähnlich,und gibt uns göttliche Eigenschaften. Miteinem Wort: Eines ist nur noth, und indiesem Einen wird alles erfüllet, was dasGesetz und die ganze Schrift fodert: nämlich,Abscheidung oder Abgeschiedenheit von allem,und liebvolle Vereinigung mit GOtt imGrunde des Herzens. Folge dann mit mir' Vb ; dieser