I. Theil. izister Brief.
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kein Betrug. Ein tiefes Wohlseyn kannniemand wirken, als GOtt allein, und istso viel besser, je mehr dieser Friede unter Lastenund Leiden der Natur bestehen kann, ja bis-weilen dadurch genähret wird. Das tiefeund stille Wohlseyn, sag' ich noch eins, wir-ket GOtt. Laß dich ganz von diesem Friedeneinnehmen und durchdringen; überlaß dichohne Furcht; es machet derselbe den ganzenMenschen, und äußeren Wandel unvermerktftiedsam, sanft und tugendsam; das Sinn-liche, oder Bewegliche, Zlufwallende, so da-bei ist, entspringet zwar aus dem ersteren; demaber muß man sich nicht so ergeben, oder sichdavon Hinreißen laßen, doch auch selbigeEmpfindlichkeit nicht fürchten; sondern nurdas Wesentliche, so im stillen Grunde liegt,beobachten und nähren durch Beibleiben undUeberlaßen, damit du auf künftige Probengestärket werdest im Glauben.
Uebrigens so liebe GOtt mehr, als alles,was er geben kann; liebe ihn zu aller Zeitgleich viel und herzlich, denn er ist in ihmselbst unveränderlich, das Gur, welches ganzg»t ist, und alles gut macht, um dessen wil-len zu leiden, ein Paradies auf Erden, undeine überenglische Glückseligkeit ist. Lastet unsdoch keinen Leiden noch Lasten entfliehen,worunter wir stehen, oder worein er führet!Wir baden nicht lange mehr das Glück, demHErrn zu lieb, ein Krcuzchen zu tragen.Sonst aber widerstehe nicht der Neigung zurA a 3 Ein-