Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
366
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z66 Geistliche Briefe.

gefsen; nicht durch Gewalt, sondern durchein Nichraufmerken, sollte man gleich durch >äußere Geschaffte sich so lang um GOttes wil-len zerstreuen. Kannst du dennoch nicht frei ^werden; so erneuere in deinem Gemürh die ,«'?-völlige Uebergabe an GOtt, wodurch du dich ^ihm zum ewigen Eigenthum verschrieben hast, ^durch eine sanfte aber innige That der Sehen- ^kung deines Ganzen an GDer , und trachte, «dabei so heimlich zu verbleiben. Kommen die 2Einfälle dennoch wieder; so fahre du auch fort,dich wiederum eben ruhig und herzlich GOtte Maufzuopferen mit deinem inneren Willen. Wenn ^es gar lange währet, und du kannst dich aufkeine Weise davon entschlagen; so nimm esals ein Kreuz von der Hand des HErrn an, Mund trag es ihm zu Gefallen, sprechend wie stt!im Blumengärtlein stehet pag 55. Ach lie-der sterben tausendmal , u. s. w. und int4rtcn Lied: Noch dennoch will ich sünd'aen ,, ^nichbrc.

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Ja, du hast recht darin, daß du das ver- ^derbte Theil, so sich wider Willen reget, als Wetwas Fremdes, und das dich nicht angehet, ^achten und ansehen mußt. Ach dieß ist ein recht Wwichtiger und nothwendiger Punct, zum in-wendigen Frieden zu gelangen. Inzwischenmuß der verborgene Mensch des Herzens mitGOtt seine vertrauliche Unterredung im sanf- ,ten und stillen Geist halten, welches so köstlich '»> inist vor GOtt. Seiner treuen Führung empfehl NC