Der i22ste Brief.
Don der brüderlichen Offenherzigkeit; GegenwartGOttes; zweierlei Landschaften; Willigkeitzum Kreuz, und inneren Süßigkeiten.
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Geliebter Bruder!
H>cin letzteres Briefchen ist mir recht ange-^ nehm gewesen; wie ich dann allezeit gernetwas von deinem Zustand vernehme. Ichglaube auch, daß es gut, und demHErrn,unserm GOtt, gefällig sei), wann du unsnun und dann insgeheim einmal schreibest,wie du innerlich geführet wirst; nicht, alswenn wir weiser wären, und regiren woll-ten, da wir selber als blinde Kinder unsaugenblicklich an die Regirung der Gnadehalten mäßen; sondern weil GOtt die ein-fältige Offenherzigkeit insgemein sehr zu seg-nen pflegt, und die Seele so viel sichererbleibet vor aller Eigenheit und Betrug, wennsie sich unterwirft und entdecket.
' So sollen wir denn, als Kinder, einan-der die Hand geben, und zusammen fort-wandlen aus uns selbst, und allem Geschaf-fenen in GOtt hinein, da unser einziger undewiger Ruhepunct ist.
Die Gegenwart GOttes in deiner Seeleist eine Gnade, wofür du seine göttliche
Maje-
ich!
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