Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
346
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g46 Geistliche Briefe.

in dessen Gestalt deine Seele aus GOttes WBarmherzigkeit verliebet ist. Ich »erhoffe, duWirst ihn, das Kindlein in der Krippen, in Mdiesen vergangenen Feiertagen so wohl beschauethaben, daß die göttliche Tugenden seiner ^Kindheit frei tiefer in den Grund deiner Seele A-werden eingegraben und eingeboren seyn, A,«als bisher noch nicht geschehen ist. GOtt -«ftgebe nur, daß keinerlei Vorwürfe, von Außen Mnoch von Innen, mächtig seyn mögen, diesen Msliebsten und schönsten Vorwurf, den die En-gel selbst gelüstet anzuschauen, uns aus dem MGesichte zu bringen! , tzm

Unsere schlechte, verwüstete, besudelte See-le sey der Stall, den er seiner Zukunft wür- Mdigen, und eben dadurch heiligen will; unser MSeelengrund, das ist unsere innigste Liebe, §,!>«sey die Krippe, worin das Kindlein so gern Mruhen will, und alleine ruhen soll. D! wiesüß und heilsam ist es, nun und dann alleandere Beschäfttigungen und Vorwürfe da Pzu laßen, und hinab zu steigen in diese stilleverborgene Höhle, da man nur das KindleinIEsum, und sein Kinderleben findet, undda man nichts thut, als ihn still beschauen,anbethen, sich beugen, ihn sanfte umarmen,lieben, und slch lieben laßen, oder, daß ichskurz sage, ein Rindlein wird!

Ach ! wie so gar fallt alsdann dahin alleThorheit der Welt, alles, was groß, hoch,köstlich und klug genannt wird! So gehetes. Große Dinge waren von dem großen

Meßia