Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
343
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Der nyte Brief.

Von der einfältigen und leichten Kunst recht zubethen.

Geliebte FreundLnn in der Gnade GOL-tes!

^>u thuft wohl, daß du dich, auf deine^ Weise, im Gebell) übest; fahre darinfort ohne Unterlaß, so kanns nicht fehlen,sondern GOtt wird auch an dir seine lheureVerheißung wahr machen: Birrer, so wirdeuch gegeben. Keine Kunst in der ganzenWeltstst einfältiger, und leichter, als rechebechen, ja es ist gar keine Kunst; und, wennwir meynen, wir könnten nicht bethen, dasist ein Zeichen, daß wir noch nicht recht ver-stehen,' was bethen sey. Derben ist, Senallgegenwärtigen G(!)rr anseben, und sichvon ibm besehen laßen. Was ist nunleichter und einfältiger, als die Augen auf-Mhun, und das Licht anzusehen, welchesuns von allen Seiten umgiebet. GOtt istuns weit mehr gegenwärtig, als das Licht;in ihm leben wir, bewegen wir uns, undsind wir. Er durchdringet uns; er erfülletuns; er ist uns näher, als wir uns selbersind: dieses einfältig zu glauben, und sichZ- 4 besten