I. Theil. iigter Brief.
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zu bezeugen, wie daß mir deine gegenwärtigeFührung und Stand als gut, und von derGnade herrührend, vorkommt. Denn dasist ein Beweis, daß uns das Licht der Wahr-heit nahe kommt, wenn uns die verborgensteEigenheiten, Nichtigkeiten und Verdorben-heiten dergestalt gezeiget werden, daß wir den-noch dabei im kindlichen Vertrauen zu GOttbleiben, in dem holdseligsten Namen JEsu,der auch in dem Grunde unsers Herzens unsstäts wieder versöhnen und reinigen will.
Was sollte doch unsere eigene Kraft undunser eigenes Wirken helfen, den so eingewur-zelten Krebs unsers Grundverderbens zu hei-len ? So wohl bei dem Gesicht unserer Eigen-heiten , als auch in allen Versuchungen, Zer-streuungen und dergleichen, ist wahrlich nichtsbesser noch sicherer, als alles Böse, so gutals möglich, da zu laßen und sich mit deminnigsten Willen ruhig davon ab - in GOtt zuneigen, der uns näher ist, als wir uns selbersind. In diesem unergründlichen Meer dergöttlichen Gegenwart muß all unser Unreinesverschwinden, wo wir uns im kindlichen Glau-ben darein ersenken. Der HErr hat dieWorfschaufel in seiner Hand, und will dieTenne unsers Herzens fegen, und alle Spreuhinrichten. Unser Geist soll es darin mit demHErrn eins seyn, und alles dem Tod undGericht aufopfern, was seine Augen in unSverdammen. Ja HErr! tödte, tödte, bisdu allein in uns lebest ewiglich!
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