Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
306
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zc>6 Geistliche Briefe.

gen ist, daran ist wenig gelegen. Denen,die GOtt lieben, mäßen kW. alle Dinge zum EBeßten dienen. Ich wünschte, daß ihr es Olsein vor allemal möchtet fest halten, daß Böses Wleiden noch lange kein Böses rhun sey, unddaß uns kein Böses zur Sünde gerechnetwird, so lange der Wille des Gemüths frei Wbleibet.

Nur getrost, liebe Schwester! und mitgebücktem Haupt dem Lamme Nachfolge! ^als wie ein Lämmchen zum Opfer. Es ist nur ^das eigene Leben, das angegriffen wird, undgeschlachtet werden muß: unser wahres Lebenist verborgen mit Christo in GOtt; da mäßenwirs auch nur suchen, und da können wirs "nur finden. Leben , Lust, Freude und Friede ^..ist in GOtt. So kehre dann, du arme Mbesudelte, verwundete, bedrängte, ohnmäch- » .tige Seele! kehre kindlich in GOtt ein, im N :Grunde deiner Seele! Da wirst du endlichalles finden, Allgenugsamkeit, Wasser desLebens, Balsam, der alle Kräfte durchdringet ? Rund heilet, unermeßlich weiten Raum, gött-- Wlliche Kraft, welche den ganzen Menschen Maufrichtet, und alles in allem, was dir M"'E-lt. L

Der HErr ziehe uns durch die geheimeLockungen seiner Gnade frei tief hinein, daß öden,wir, todt an uns selbst, ewig leben mögen in äih>,Hhm, Amen! ^

Schließ-