I. Theil. iv4ter Brief.
2Y?
Unruhe bringet, muß uns verdächtig seyn.Unsere Schwachheit wird uns Anfänger auchnoch öfters wegrücken. Könnten wir dochauch dann nur ohne viel Unruh und Wirkenuns alsbald wieder in diesen Grund der Liebeund des Friedens, das ist in GOtt, tiefeinersenken, mit David sagend: Rehre wie-der zu deiner Ruhe meine Seele! dennder HErr rhur dir Gures!
GOtt wolle uns dieses, und sonderlichdir, geliebte Schwester! wesentlich ins Herzgeben, und den verborgenen Zug seiner Liebeim Grunde so kräftig werden laßen, daß unserganzer Mensch dadurch möge eingenommenwerden, in Liebe zu leben, zu leiden und zusterben! Diese friedsame Frucht der Gerech-tigkeit mäße auch immer mehr hervorgrünenaus und unter allen deinen Leiden, und trau-rigscheinenöen Züchtigungen des Oarers!Amen!
Ich schicke hiebei eurem M. ein klein Büch-lein, welches GOtt zur Erbauung wolle seg-nen! Ich grüße euch herzlich in der LiebeIEsir. Bethet fleißig für mich. Ich kannes doch auch in meinem Elend so gar nichtvergessen, daß mich oft mein Elend so vielmehr der Elenden gedenken macht.
Euer
Mülheim,den s.August i7Zo.
schwacher Mitbruder.