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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
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Geistliche Briefe.

mancherlei Ohmnachten, Dunkelheiten und KlBEntblößungen, welche die Seele öfters ganzbestürzt machen, nur erfahren. Hielte man E'unter solchen nur fein leidend aus, ohne tzliMviel äußeres Gewirk, oder eigene Ansiren-gungen, und gäbe dem Gemüth ein wenigRaum in der Stille und Einfalt zu bleiben; Mlso würde man wahrlich erfahren, wie man G!»sich selbst nach und nach entsinken, aber auch WMzugleich, daß ein anderer in uns kommen, HBund sich unserer bemächtigen würde, nämlicheben dieser Geist der Liebe JEfu, um uns MEdurch sich selbst zu befriedigen, zu heilen, undzu beleben. M

Es ist in dem Herzen JEfu, seitdem er M ^von den Todten auserstanden ist, ein erstem-nenswürdiges Verlangen, sich durch diesenGeist der Liebe und des Lebens zu ergießen indie Herzen der Menschen. Aber ach! wo fin-det er freien Eingang? Wer merket und ZMschätzet seine geheimen Züge? Niemand will ^ ^sich selbst verlaßen, und das Werk ganz indie Hand des HErrn vertrauen; es müßtedann hie oder da ein armes Kind seyn, dassich selbst nicht mehr zu rathen weiß, undaus Noch gedrungen ist, an den Pfosten jBAseiner Thür sich nieder zu setzen, um da zuwachen und zu warten täglich. ^

Liebe Schwester! wir wollen uns dannbinfür ganz darauf legen, ohne andere,noch auch uns selbst , lange zu besehen, umin ungezwungener Abgeschiedenheit und tiefer

Stille