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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
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Geistliche Briefe.

oder Wirken zu viel, welches oft und ammeisten geschehen wird, wann du es am mei- ^sten vermeiden willst; so störe dich ja nicht, Dsp.sondern laß es von selbst wieder sinken, oder Mleide ruhig «us Liebe zu GE>tt, sollten gleich ^ >allerhand Zerstreuungen, ja Versuchungen Dkommen.

Ueberhaupt mußt du alles Böse, und alle MZerstreuungen, ja die ganze Welt nicht durchGewalt uud Unruh überwinden; sondern Ddurch ruhiges Leiden und Verachten, durch ,shlVergessen, und das Aug davor zuzuschließen. »NEs ist ein anderer in uns, der für uns streitet, chnden blicke mit Liebe an. U

Ob ich nun wohl sage, daß du dich tz,«gegen GOttes Wirkung leidentlich verhalten Hssjjmußt; so tadle ich darum doch keineswegs Z«alles Wirken. Du mußt wirken, wann GOtk Mdich wirken macht, und dich zu dieser oder W«,jener Herzenswirksamkeit beweget, auch wanner dergleichen innige Seufzer unter deinemWerk in dir hervor bringet, wie du in deinem ^Brieflein meldest; nur daß alles sanft, ruhig, Aj,und ohne Anstrengung geschehe. Du merkest ^also, daß ich dein Verhalten gegen GOtt gut ^^)kiße.

Ich erinnere dich, meine Schwester! laß Agdich den Versucher in der Vernunft durch ^Zweifel nicht in Unruh bringen, als wenn ^deine Führung nicht von GOtt wäre, und ^als wenn GOtt mit einer solchen, die so undso elend wäre, sich nicht so gemeinsam machen

könnte.