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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
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184
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Geistliche Briefe.

um so mehr Anlaß gegeben, euch in Schwachheit öfters dem HErrn aufzuopfern, und ihnzu bitten, daß er selbst, durch die Salbungseines heiligen Geistes, euch dasjenige beideslehren und schenken möchte, wovon ich schonzuvor wußte, daß ich nur mit großer Gebrech-lichkeit etwas weniges würde sagen können.

Ich soll euch vom inwendigen Gebechschreiben, wovon schon viele heilige Seelenaus göttlichem Licht und Erfahrung so herr-liche Sachen geschrieben haben. Wahrlich!ich thue es mit Schaam und Blödigkeit,weil ichs euch nicht abschlagen kann. Ihrwollt diese selige Gebethsübung nicht wißen,um sie nur zu wissen, sondern um euch mitmir darin zu üben, und eure edle Zeit, die ihrder Eitelkeit glücklich aus den Händen gerissenhabt, dem GOtt wieder zu widmen, welchemdiese eure Zeit, und ihr selbst, ganz zugehö-ret. Ach! daß noch viele, auch dort an eu-rem Ort, hierin eines Sinnes mit euch wür-den, und sich nicht länger also vertieften, undbeides sich selbst, und ihre kostbare Zeit ver-lieren möchten in den mühseligen Schatten-dingen dieses kurzen Lebens! Es wolle der,welcher die Seelen mit seinem eigenen Bluteerlöset, und ihm zum Eigenthum erkauft hat,sich über solche nachdrücklich erbarmen, undauch uns getreu bewahren bis in den Tod,damit niemand unsere Krone raube!

Ihr fraget dann, geliebter Bruder! worindas inwendige Gedech eigentlich besiehe?

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