I. Theil. 7 lster Brief. i8r
meinem langen Stillschweigen weniger habenAN beruhigen können; ich führe darum nicht ein-mal einige Ursache dieses Stillschweigens an,weil ich auch wirklich nicht still geschwiegen,W sondern öfters, wann der HErr mich wür-digte, zu ihm zu nahen, der lieben Schwe-sier S. erinnert worden bin, ihr mit einemBlick in Geist und Wahrheit mehr zu sagenund zu wünschen, als ich nicht durch dieFeder und vermittelst der groben Sinnewürde thun können. Ja, der HErr ist in»L rmserex Mitte, aber eben diese seine Nahheitziehet unser ganzes (vemerk, Liebe , undalle Seelenkräfte auf sich hin; der gering-M ^ Blick bei Seiten aus, wird verurkhei-let; es verletzet die Lauterkeit; es störet denFrieden. Die Liebe fodert so was Edles, Ge-M rades. Ganzes: man fühlet es auch, daßman selbst mit nichts Wenigers zu contenti-ren sey. Ich weiß, es wird dir eben so seyn.M Dieses höchste Gut will und soll unser Emi-i. A ^es und 2llles seyn , ja der Vorwurf undM Mittelpunct, worauf sich unser Ganzes len-ch» ket, und worin es seliglich stillstehen undberuhen wird, wann alle Vermittlungen ver-ßto zehret seyn werden, und die Liebe uns wesent-zB lich einnehmen wird. Ach! daß es noch«§» heute geschähe! Doch der Eigenwille erlangtnichts; oder, wann er was erlangt, so ver-M derbt ers. In der inneren Gemeinschaft mir^ GOtt stehen die eigene Bewegungen undxD harte Willenskräfte aufs scheinbarste im Wege;» M z Vas