Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
177
Einzelbild herunterladen
 

i?7

I.THeil. 69ster Brief.

^ dann deren nicht wenige gesehen, die sich woll-ten verlieren, ehe sie sich recht gefunden hatten,und eine Schönheit und Heiligkeit wollten auf-opferen, die sie noch nicht besaßen; und daHrch gehets gleichsam mir Scherzen und Spielenzu, da sonst das wahre Verlieren wehe lhut,^ und einen wahren Tod kostet; wie in dem Le-ben der iVlaä. 6. unter anderen zu sehen.

Die Natur liebet die Sümpfe gar zu sehr,M so, daß unfähige Gemüther sich mit Lustdarin verlieren, das Meer aber nie erreichen,^ weil sie keinen Fall haben. Darum rede ichE sparsam und gleichsam nur unter vier Augen^von solchen Wegen um der Eigenliebe willen,^..welche gern lesen will, ehe sie buchstabiren ge-lernet hat. Frau Guron hat in ihrem Buchder Rechtfertigungen manche dergleichenA Warnungen gegeben. Sonst achte ich solche'^Führungen hoch, wovon sie in ihren Strömen' ^ redet, und wünsche, sie immer völliger zu er-fahren: die wenigsten aber erlangens im We-sen. Ginge wollen überhüpfen; andere habenkeinen Fall, oder geben sich demselben doch""" nicht von Augenblick zu Augenblick mit allerA kslchMg über.

chL Ich weiß, daß du mein Schreiben in Lie-'.I be nimmst, sowohl als Br. 5k.; es mag dennMch nun eine Weisheit oder eine Thorheit seyn, sowill ich doch unter die Kinderschaar geho-M ^». Ich setze mich dann mit euch auf meinW Zweigelein, und singe mit: In clulci )udi!o;A Lrst.B.l.TH. M Nun