I. Theil. 66ster Brief. i?r
^ erwecket, geschmäcket und gefördert hat, willi o, manchmal hernach seinen vorigen Effect nicht^ ^ mehr rhun; so gar wird Neigung undVermö-^ gen dazu öfters mit Verwunderung entzogen,E' I da die Gnadenkrafte sich tiefer senken, undM nicht mehr in der Sinnlichkeit, sondern imM» Willen Grund und Heiligthum wahrgenommenM werden, und Raum finden wollen. Und da" M jst dann gewiß in der Seele die Zeit des wah-M rm Separarismi gekommen , da man kein^ben mehr nehmen, oder eingehen darf, inU!» einiges äußeres und eigenes Gewirk oder Ge-me rausch, sondern in innigster Demuth und 21b-geschiedenheit den HErrn in sich muß wirkenlaßen, und aus purer Gnade erwarten, wasMK man sich selbst nicht geben kann: weil docheinmal nichts völlig rechtfertiget noch beruhi-W» get, als was GOtt selbst unvermischt wirketm« und schenket im Grunde der Seele, woselbstm srk uns armen Sündern die ewige Liebe GOtteskW in dem holdseligen Namen IEsir-Imma-nuel ganz nahe und offen stehet; dahin ersen-M ken wir uns, und leben seiner freien Gnade.M Ihm sey Ehre in Ewigkeit!