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Geistliche Briefe.
können wir doch GOtt in den anbethungs-würdigen Dunkelheiten des Glaubens, und indeminnerenHeiligthum desHerzens so wesent- ^lich finden und erkennen, daß wir in ihm ^ewiges Leben haben.
Dieß Hab ichzwarnoch keineswegs wesent-!"^lich erreicht, meine lieben Brüder! Ich weißG"es aber mit so großer Gewißheit, als man eine^Sache wissen kann, daß GOtt ein so höchst- K«vollkommenes Wesen ist, daß allein seine Liebe Eund Andenken uns in Zeit und Ewigkeit zur WRuhe unserer Seele genug ist. Dieses nichtallein; sondern wenn wir Menschenkinder eswüßten, welch ein GOtt unser GOtt ist;welch ein Glück es ist, auch nur an ihn zudenken, ihn anzubethen, zu verehren, zu lie-ben und zu loben; und, wie so angenehmes««dem höchsten GOtt ist, wenn wir in dieserGebrechlichkeit uns mit ihm beschafftigen, undihm unsere geringe Dienste darbringen; so binich gewiß, die ganze Welt würde ein einigerTempel, ja ein Paradies werden; die Men-schen würden nichts anders, als nur an GOtt,gedenken, von GOtt reden, GOtt verherr-lichen, und weder Tag noch Nacht müdewerden, die Knie ihres Herzens und Leibes vorihm zu beugen; wir würden von nichts anderswissen wollen, als nur von GOtt; wir wür-den uns in nichts erfreuen, als nur in GOtt!und dieß würden wir gerne thun, und mithöchster Vergnügung, wenn wir auch gleichm Aeußeren und Inneren im Leiden stünden,
und
N.