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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
94
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y4 Geistliche Briefe.

ihren Elenden, und daß Gore so gar allesallein ist, Amen!

Vereinige dich mit dem liebsten wil-len Gorres in allen Zuständen. In dem-selben wirst du alles finden, was dir sonstermangeln möchte: so lang wir uns aberanders haben wollen, als GL)tt für dieZeit will, so lange quälen wir uns nur ver-geblich. Zu aller Zeit muß unser innersterWille zu GOtt sagen können: HErr ichwill nur dich und dein Wohlgefallen:Es ist gut, daß du bist, der du bist,und daß ich auch bin, wie ich bin, meineSünden ausgenommen. Diese Uebung istsonderlich zur Zeit des Gebeths nützlich.

Ueberlaß dich lediglich dem HErrn.Laß dein eigenes Sorgen, Ueberlegen, undTrachten! Ja, besiehe dich selbst so wenig,als möglich ist, und laß dich im dunkelnGlauben den treuen Händen deines G-Otlesüber, daß er dich ganz habe, und in Zeit undEwigkeit mit dir mache, was ihm gefallt. Sobloß und willenlos laß dich ihme, undbeschäff-tige dich mit ihm, daß du deiner selbst, undaller deiner Elenden darüber vergessen mögest.HErr erlöse uns von uns selbst, so sindwir selig! Denn wer seine Seele verlieret,der wird sie erhalten zum ewigen Leben. JEsussey mit dir, in welchem wir dich, sammt euremHaus, auch übrigen Nachbarn und Bekann-ten, herzlich grüßen, und uns eurem Gebet!)mit Begierde empfehlen.

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