Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
89
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I.THeil. Z2ster Brief. 8-

Es war dieses die N. N. eine vor derM Welt arme und unansehnliche, vor GOtt aberM», auserwählte Seele, deren Gemüthsbeschaf-i»l>k- ftnheil durch GOtres Güte mir genauer, alsanderen, bekannt gewesen, weil sie seit etlichen>ilUs Jahren her viel Oeffnung des Gemüths gegenmik mich gehabt, und mich mehrmalen durch dieEntdeckung dessen, was in ihrem InwendigenD, vorging, erbauet hat. Nachdem sie sich insegm ihren ersieren Jahren in mancherlei eigenen^ M und äußeren Wirksamkeiten abgemattet harte,Err ergab sie sich endlich dem inneren Weg desGlaubens und Gebeths, allein nicht ohnemäch-tigen Gegenstand eines flüchtigen Naturellsundeiner argwöhnischen Vernunft. Da aber keinVermögen mehr in der Hand war, und zudem Ende die Liebe durch ihre sanfte Zügezur inneren Stille und Sammlung lockte, ge-, wann diese die Oberhand; da sie dann, vonin s dem an, dieselbe auch zu ihrer Führerinn glücklicherwählte. Verschiedener Abwechslungen nichtzu gedenken, deren mich auch nicht mehr soerinnere; so übte sie sich im immerwährenden.M Gebetb, und in der Ueberlaßung an die Wir-kst kung der Gnade in ihr, auch den Tag über;M welche sich dann auch mit manchen Srärkun-M gen, Unterweisungen und Sammlungen kräftMi tig bei ihr bezeugte. In Dunkelheiten war sieM gelaßen , und gab - alle Merkmale der Auf-M Dichtigkeit ihrer völligen Uebergabe zu erkennen,nach der Fähigkeit ihres Lichts. Die letztereLichter, mit Kreutz vermenget, zeigten ihr dieA F 5 ver-