Druckschrift 
Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
67
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I. Theil. Laster Brief. 67

^ bet. Dennoch sage tchs in deinem Namen,0 HErr! sichre als Gd)rr und jein Wohl-gefallen. Ja , ich sage es gern, und wie-derhole es oft, weil der Geist eine große Sü-ßigkeit darin findet, die man nicht bedeuten^ kann. Es ist, als wenn ein Hungeriger voneiner Speise redet, die er gern hätte; oderals wenn ein Liebhaber von seinem Geliebtenhöret und redet, und erquicket wird, so oft er, dessen Namen höret. Deutlicher gesprochen:^" der gefangene und matte Ge st fühlet, durch ei-nen verborgenen göttlichen Eindruck, daß inV der Lauterkeit des Standes, wohin diese Wor-^ te zielen, seine wahre Freiheit, sein Leben undvöllige Ruhe zu finden sey; worin er auch ei-M nigermaßen eingehet, so oft es geziemenderM Weise gesprochen wirlx Aber ach! wie wenigM wird es geziemend gesprochen, dieses wichtigeW Wort ! HErr! laß mich tausendmal des Ta-M ges wiederholen: lTlichcs als Gd)rr und seinhl!« Wohlgefallen! Laß michs aber recht ausspre-M chen, 'mehr Mit dem Gemüth als mit demMund, demülhig, wohlbedächtlich, innig,M und als vor Seinem Angesicht, solange, bisich dahin gelange, daß ich nichts mehr habeM und wünsche, als dich und dein Wohlges^ fallen, Amen!

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