I. Theil. i9ter Brief.
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daß wir was Gutes thun: sondern die Weis-heit lehret uns, immer zu prüfen, was dasBeßte sey? und der liebe Heiland Luc. ro, 40.andeutet.
Weil denn nun unsere Zeit kurz ist, lieberBruder! so laßet uns an unser Werk gehen!das ist, in inniger und ehrerbietiger Stille beiund unter dem HErrn bleiben, entwerdenduns selbst, und uns laßend der innig-gegen-wärtigen treuen Liebe, ihr völlig und auf ewigübergeben bleibend m dem Namen JEsu.Hierin begehre ich mich, mit dir, zu vertiefenund zu verlieren, daß uns niemand mehr fin-den könne in dieser Abgeschiedenheit; und sollteuns einer suchen, und auf was anders führenwollen, so können wir ihn schon abweisen mitdem ersten Wort, so von unserm Heilandegeschrieben ist: was ists , daß ihr michgesucht habt ? wisset ihr nicht , daß ichsepn muß in dem , das meines Vatersist?
Meine Gesundheit belangend, selbige istveränderlich; wie ich gewohnt bin. Ich em-pfehle mich in dein und euer aller Andenkenvor dem HErrn, welches mir sonderlich nöthigerkenne; und fühle ichs so lebendig bisweilen,was du von dir schreibest, daß ichs nichtgenug ausdrücken kann, nämlich: dasi', wannGOtt mir seine Gnade gänzlich entzöge, ichzu den größten Greueln und Sünden verfallenkönnte. Aber, nein! das läßt ihm seine Barm-herzigkeit nicht zu, welche sich durch unsereD Z Uri-