4 ->
Geistliche Briefe.
dünkt doch immer, wenn das Haupt nichtso schwer und wüst wäre, so würde das andereso viel nicht seyn. Wir müßen uns angewöh-nen, GOtt zu danken auch für das Unange-nehme, wenn gleich die Vernunft anderst den-ket: denn GOtt ist Gott; solches muß unserTrost und Freude seyn in allem.
Wie gekts denn der l. Freundinn N. N.noch? Mich dünkt, ich Hab kürzlich nichtsvon ihr gehöret, ob ich wohl öfters erinnertwerde, eurer in Schwachheit zu gedenken.Für uns Schwächliche ist sonderlich nichtsnöthiger, als daß wir uns frey abgeschieden,cingesammelt und stille bei JEsu halten, undzu seinen Füßen. Da ist das rechte Bethes-da (das ^aus der Barmherzigkeit) wie esheißt, da wir auf seine inner? Gnadenrüh-rungen warten müßen, wie jene auf die äußereBewegungen des Wassers. Sehet doch ein-mal Joh. 5, Z. was da für Leute zusammenkommen? Obs nicht auch für uns der rechteOrt wäre?
s>
jO»,Nit kt
Omi