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Bd. 1 = Th. 1 (1798)
Entstehung
Seite
25
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I. Theil. 6ter Brief.

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Gelegenheit zu spät bekannt wird, so habedoch solche nicht wieder wollen vorbei gehenlaßen.

Ich hoffe demnach, daß das Angesicht eurerinneren Seelenbegierden noch steif nach Jeru-salem werde gerichtet seyn, um endlich, nachlangem Schreien und Dürsten, dahin zu kom-men, daß wir GOttes Angesicht schauenmögen, hier zufoderst im Glauben, in dem.Tempel unsers Herzens; bis wir es in Voll-kommenheit, und von Angesicht zu Angesicht,in dem oberen Jerusalem rhun werden.

Die Vereinigung mit GOtt im Geist istdas Ziel , so wir immer im Auge haltenmüßen; was uns dazu beförderlich seyn kann,muß uns in so weit lieb und werth seyn: allesandere aber, und was sonst im Aeußern unsbegegnen mag, müßen wir trachten, mit großerGleichgültigkeit anzusehen, damit wir nicht indem Einzignöthigen gehindert werden, wannwir etwas Fremdes zu tief einließen. Nichtsvon allem dem, was außer uns ist und geschieht,ist werth, daß wir uns innerlich darüberbeunruhigen. Alle unsere Sorge muß in, undbei allem nur seyn, daß wir GOtt gefallen,und mit ihm innerlich wohl stehen mögen.

Womit ich euch und alle GOttsuchendedaselbst der treuen Aufsicht unsers getreuen Erz-hirten JEsu Christi empfehle. Ich grüßeeuch N. N. und verbleibeEuer

geneigter Freund.

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