Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
229
Einzelbild herunterladen
 

22Y

Zy.

Seyd doch nicht so frech, Epigramme!" Warum nicht? Wir

sind nur

Uederschriften; die Welt hat die Kapitel des Buchs.

6o.

Wie dem hohen Apostel ein Tuch voll Thiere gezeigt ward,Rein und unrein, zeigt, Lieber, das Büchlein sich dir.

61.

Ein Epigramm, ob wohl es gut sey? Kannst du's entscheiden?Weiß man doch eben nicht stets, was er sich dachte, der Schalk.

62.

Um so gemeiner es ist, und näher dem Neide, der Mißgunst;Um so eher begreifst du das Gedichtchen gewiß.

6z.

Chlve schwöret, sie liebt mich; ich glaub's nicht. Aber sie

liebt dich!

Sagt mir ein Kenner. Schon gut; glaubt' ich's, da wares vorbei).

64.

Niemand liebst du, und mich, Philarchos, liebst du so heftig.Ist denn kein anderer Weg, mich zu bezwingen, als der?

6Z.

Ist denn so groß das Geheimniß, was Gott und der Mensch

und die Welt sei)?

Nein! Doch Niemand hört's gerne; da bleibt es geheim.

66 .

Vieles kann ich ertragen. Die meisten beschwerlichen DingeDuld' ich mit ruhigem Muth, wie es ein Gott mir gebeut.Wenige sind mir jedoch wie Gift und Schlange zuwider;Viere: Rauch des Tabacks, Wanzen und Knoblauch und -s.