Nicht dem blühenden nickt der willig scheidende Vater,Seinem trefflichen Sohn, freundlich vom Rande der Gruft;Nicht der Jüngere schließt dem Aelteren immer das Auge,Das sich willig gesenkt, kräftig dem Schwächeren zu.Oester, ach! verkehrt das Geschick die Ordnung der Tage;
Hülflvs klaget ein Greis Binder und Enkel umsonst,
Etehr ein beschädigter Stamm, dem rings zerschmetterte ZweigeUm die Seiten umher strömende S.'ftvffen gestreckt.
Und so, liebliches Kind, durchdrang mich die tiefe Betrachtung,Als du zur L iche verstellt über die Arme mir hingst;
Aber freudig seb' ich dich mir, in dem Glanze der Jugend,Vielgeliebtes Geschöpf, wieder am Herzen belebt.
Springe fröhlich dahin, verstellter Knabe! Das MädchenWächst zur Freude der Welt, mir zum Entzücken heran.Immer strebe so fort, und deine natürlichen GabenBilde, de» jeglichem Schritt steigenden Lebens, die Kunst.Eep mir lange zur Lust, und eh' mein Auge sich schließet.Wünsch' ich dein schönes Talent glücklich vollendet zu sehn.—Also sprachst du, und nie vergaß ick der wichtigen Stunde!
Deutend entwickelt' ich mich an dem erhabenen Wort.
O, wie sprach ich so gerne zum Volk die rührenden Reden,Die du, voller Gehalt, kindlichen Lippen vertraut!
O, wie bildet' ich mich an deinen Augen, und suchteDick im kiesen Gedräng'staunender Hörer heraus!
Doch dort wirst du nun sepn, und stehn, und nimmer bewegt sichEuphrosvne hervor, dir zu erheitern den Blick.
Du vernimmst sie nicht mehr, die Töne des wachsenden Zög-lings,
Die du zu liebendem Schmerz frühe, so frühe! gestimmt.Andere kommen und gehn; es werden dir Andre gefallen.Selbst dem großen Talent drängt sich ein größeres nach.Aber du, vergesse mich nicht! Wenn Eine dir jemalsSich im verworrnen Geschäft heiler entgegen bewegt,Deinem Winke sich fügt, an deinem Säckeln sich freuet,sind am Platze sich nur, den du bestimmtest, gefällt;
Wenn sie Mühe nicht spart noch Fleiß, wenn thätig der Kräfte,Selbst bis zur Pforte des Grabs, freudiges Opfer sie bringt;