Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
183
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Alexis und Dora.

Ach! unaufhaltsam strebet das Schiff mit jedem MomenteDurch die schäumende Fluth weiter und weiter hinaus!Langhin furcht sich die Gleise des Kiels, worin die Del-^ phine

Springend folgen, als flöh' ihnen die Beute davon.Alles deutet auf glückliche Fahrr: der ruhige BootsmannRuckt am Segel gelind, das fick für alle bemüht;Vorwärts dringt der Schiffenden Geist, wie Flaggen und

Wimpel;

Einer nur steht rückwärts traurig gewendet am Mast,Sieht die Berge schon blau, die scheidenden, sieht in das

Meer sie

Niedersinken, es sinkt jegliche Freude vor ihm.

Auch dir ist eS verschwunden, das Schiff, das deinen Nleris,Dir, v Dora, den Freund, ach! dir den Bräutigamraubt.

Auch du blickest vergebens nach mir. Noch schlagen die Herze»Für einander, doch, acl>! nun aneinander nicht mehr.Einziger Augenblick, in welchem ich lebte! du wiegestAlle Tage, die sonst kalt mir verschwindenden, auf.

Ach! nur im Augenblick, im letzten, stieg mir ein Leben,Unvermulhet in dir, wie von den Göttern, herab.

Nur umsonst verklärst du mit deinem Lichte den Aether;

Dein allleucbtender Tag, Phöbus, mir ist er verhaßt.

Zn mich selber kehr' ich zurück; da will ich im Stillen2 Wiederholen die Zeit, als sie mir täglich erschien.

War es möglich, dir Schönheit zu sehn und nicht zu em-pfinden?

Wirkte der himmlische Reiz nicht aus dein stumpfes Ge-rn üth?

Klage dich. Armer, nicht an! So legt der Dichter ein

Räthsel,

Künstlich mit Worten verschränkt, oft der Versammlungins Ohr.