Erst nach mancherlei) Proben und Prüfungen ward ihm ent-hüllet.
Was der geheiligte Kreis seltsam in Bildern verbarg.Und was war das Gehelmniß! als daß Demeter, die große,Sich gefällig einmal auch einem Helden bequemt.
Als sie dem Jason einst, dem rüstigen König der Kreter,Ihres unsterblichen Leib's holdes Verborgne gegönnt.Da war Kreta beglückt! das Hochzeirbetle der Göttinn
Schwoll von Aehren, und reich drückte den Acker dieSaat.
Aber die übrige Welt verschmachtete; denn es versäumteUeber der Liebe Genuß Ceres den schonen Beruf.
Voll Erstaunen vernahm der Eingeweihte das Mährchen,Winkte der Liebsten — Verstehst du nun, Geliebte, denWink?
Jene buschige Myrte beschattet ein heiliges Plätzchen!
Unsre Zufriedenheit bringt keine Gefährde der Welt.
XIII.
Amor bleibet ein Schalk, und wer ihm vertraut, ist betrogen!Heuchelnd kam er zu mir: „Diesmal nur traue mirnoch.
Redlich mein' ich's mit dir, du hast dein Leben und Dichten,Dankbar erkenn' ich es wohl, meiner Verehrung ge-weiht.
Siehe, dir bin ich nun gar nach Rom gefolget; ich möchteDir im fremden Gebiet gern was Gefälliges thun.
Jeder Reisende klagt, er finde schlechte Bewirtbung;
Welchen Amor empfiehlt, köstlich bewirthet ist er.
Du betrachtest mit Staunen die Trümmern alter Gebäude,Und durchwandelst mit Sinn diesen geheiligten Raum.Du verehrtest noch mehr die wertsten Reste des BildensEinziger Künstler, die stets ich in der Werkstatt besucht.