IZ8
Der Knabe zurück zu laufen kamEntgegen der Schönen in Schmerzen.
Es wusst'es Niemand, doch bepde zusamm',Cie hegten einander im Herzen;
Und o des Glucks!
Des günst'gen Geschicks!
Sie warfen mit Brust sich zu BrüstenUnd herzten und küßten nach Lüsten.
Doch endlich Beyde sich reißen los;
Sie eilt in ihre Gemächer;
Der Page drängt sich zur Königin» groß.Durch alle die Degen und Fächer.
Die Fürstin,, entdecktDas Westchen befleckt;
Für sie war nichts unerreichbar.
Der Königin,, von Saba vergleichbar.
Und sie die Hofmeisterinn rufen läßt;„Wir kamen doch neulich zu Streike,
Und ihr behauptetet steif und fest.
Nicht reiche der Geist in die Weite;
Die Gegenwart nurDie lasse wohl Spur;
Doch Niemand wirk' in die Ferne,
Sogar nicht die himmlischen Sterne."
„Nun seht! So eben ward mir zur Seit*Der geistige Süßtrank verschüttet.
Und gleich darauf hat er dorr hinten so weitDem Knaben die Weste zerrüttet. —
Besorg dir sie neu!.
Und weil ich mich freu',
Daß sie mir zum Beweise gegolten.
Ich zahl' siel sonst wirst du gescholten."