Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
136
Einzelbild herunterladen
 

1ZÜ

E r.

Nein, fürwahr, das hast du nicht gedichtet!Konnten Geister dir es offenbaren;

Von Juwelen hast du auch erfahrenUnd von Perlen, die ihr Blick vernichtet.

S ie.

Dieses Eine ward mir wohl vertrauet:

Daß die Schöne, schamhaft zu gestehen,

Und in Hoffnung, wieder dich zu sehen.

Manche Schlosser in die Luft erbauet.

Er.

Trieben mich umher doch alle Winde!Sucht' ich Ehr' und Geld auf jede Weise!Doch gesegnet, wenn, am Schluß der Reise,Ich das edle Bildniß wieder finde.

S i e.

Nicht ein Bildniß, wirklich siehst du jeneHohe Tochter des verdrängten Blutes;

Nun im Pachte des verlaßnen GutesMit dem Bruder freuet sich Helene.

Er.

Aber diese herrlichen GefildeKann sie der Besitzer selbst vermeiden?Reiche Felder, breite Wies' und Weiden,Mächt'ge Quellen, süße Himmelsmilde.

Sie.

Ist er doch in alle Welt entlaufen!Wir Geschwister haben viel erworben.Wenn der Gute, wie man sagt, gestorben,Wolle» wir das Hinterlaßne kaufen.