Druckschrift 
1 (1815)
Entstehung
Seite
129
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I2Y

Gesell.

Geselle meiner Liebesqual,

Ich scheide;

Du murmelst mir vielleicht einmalZur Freude.

Geh, sag' ihr gleich, und sag' ihr oft,Mas still der Knabe wünscht und hofft.

Der Müllerin» Verrath.

Woher der Freund so früh und schnelle.Da kaum der Tag im Osten graut?

Hat er sich in der Waldkapelle,

So kalt und frisch es ist, erbaut?

Es starret ihm der Bach entgegen;

Mag er mit Willen barfuß gehn?

Was flucht er seinen MorgensegenDurch die beschneiten, wilden Höhn?

Ach, wohl! Sr kommt vom warmen Bette,Wo er sich andern Spaß versprach;

^ Und wenn er nicht den Mantel hätte.

Wie schrecklich wäre seine Schmach!

Es hat ihn jener Schalk betrogen,

Und ihm den Bündel abgepackt;

Der arme Freund ist ausgezogen.

Und fast, wie Adam, bloß und nackt.

Warum auch schlich er diese WegeNach einem frischen Aepfelpaar,

Das freolich schön im Mühlgehege,

So wie im Paradiese, war.

Er wird den Scherz nicht leicht erneuern;

Cr drückte schnell sich aus dem Haus,

Und bricht auf einmal nun, im Frepen,

In bittre, laute Klagen aus.