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Über die sogenannten Recensionen welche der Herr Abt Bengel, der Herr Doctor Semler und der Herr Geheime Kirchenrath Griesbach in dem griechischen Texte des N. Testaments wollen entdeckt haben : Eine kritisch-theologische Streitschrift
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zweyerley heifsen. Entweder diefe Handfchriften ^

haben häufig beyde Lesarten von beyden erdich- attC

teten Ilecenhonen , oder lie haben häufig bald ü

aus diefer, bald aus jener liecenfion Etwas. Man 1

nehme es, wie man wolle, fo erklärt Semler diefeHandfchriften für interpolirte. Darinne hat erganz liecht. Als folche erkläre ich fie auch. Wie ^kann Semler aber aus häufig interpolirten Codi-cibus liecenlionen eruiren? Diefes hätte er erklä- lC .

ren füllen. Vermuthlich meint er es alfo. Finde ^ r!

ich in dicfen Codicibus eine von guten Handfehrif- ^ re

ten abweichende Lesart, und hat ebendiefelbe Ori~ ^

genes, fo erkläre ich fie für Origenianifch oder Sem

abendländifch. W~enn nun aber diefe Korruptionaus dem Origene in diefen und jenen Codicevi ge- ^

kommen ift, wie es wirklich mit dem Codice 1 . aal

etc. häufig der Fall ift? Wodurch erkennt er aber ®

die Lucianifche liecenlion? Durch den Geruch, 0

oder durch den Gefchmack? t

iß) es ilt aber meift Origenes, Eufebius, a

Ifidorus, oder fonft noch ein und ande- ft

rer griechifcher Schrift ft eller da, wo m

wir eben diefe Ausdrücke fo finden, Ai

nicht aber in unferm gern ei nen griechi- Ei

fchen Texte. Da doppelt, wie ich bemerkt, ter

entweder, wie man glauben füllte, egyptifche che

und fpätere ausführliche liecenfion be-deutet, oder morgenländifche und abend- vo

ländifche: denn diefe find , da vorher z weyer- ,j

ley genennt worden, vielleicht die doppe lte: fonft

fo ift hier ganz zweifelhaft, was hier, „eben f e j n

diefe Ausdrücke,” bedeuten foll. Ferner ift ^

auch nicht klar, ob Origenes etc. beyder Recenfio- y

nen beyderley Ausdrücke, oder bald die Ausdrücke |

der Einen, bald der Andern haben. Zweyerley ilt ^

vom