Druckschrift 
2 (1815)
Entstehung
Seite
192
Einzelbild herunterladen
 

Wenn einen würdigen Biedermann,

Pastorn oder Rarhsherrn lvbesan,

Die Wittib läßt in Kupfer stechenUnd drunter ein Verslein radebrechen;

Da heißr's: Seht hier mit Kopf und OhrenDen Herrn, Ehrwürdig, Wohlgeboren!

Seht seine Augen und seine Stirn;

Aber sein verständig Gehirn,

So manch Verdienst ums gemeine Wesen,Könnt ihr ihm nicht an der Nase lesen.

So, liebe Lotte! heißt's auch hier:

Ich schicke da mein Rildniß dir.

Magst wohl die ernste Stirne sehen.

Der Augen Glut, der Locken Wehen;

's ist ungefähr das garst'ge Gesicht:

Aber meine Liebe siehst du nicht.

Dine zu Coblenz

im Sommer 1774.

Zwischen Lavater und BasedowSaß ich bey Tisch des Lebens froh.Herr Helfer, der war gar nicht faul.Setzt sich auf einen schwarzen Gaul,Nahm einen Pfarrer hinter sichUnd auf die Offenbarung strich.

Die uns Johannes der ProphetMil Näibseln wohl versiegeln that;Eröffnet die Siegel kurz uud gut.

Wie man Lheriaksbüchsen offnen thut.