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Sendschreiben.
Mein altes EvangeliumBring' ich dir hier schon wieder;
Doch ist mir's wohl um mich herum,
Darum schreib' ich dir's nieder.
Ich höhlte Gold, ich höhlte Wein,
Stellt' alles da zusammen.
Da, dacht' ich, da wird Wärme seyn,
Geht mein Gemähld' in Flammen!
Auch thät' ich bey der Schätze FlorBiel Glut und Reichthum schwärmen;
Doch Menschenfleisch gehr allem vor.
Um sich daran zu wärmen.
Und wer nicht richtet, sondern fleißig ist,
Wie ich bin und wie du bist,
Den belohnt auch Vic Arbeit mit Genuß;
Nichts wird auf der Welr ihm Ueberdruß.
Denn er blecker nicht mit stumpfem JahnLang' Gesott'nes und Gebrat neS an.
Das er, wenn er noch so sittlich kaut.
Endlich doch nicht sonderlich verdaut;
Sondern faßt ein tüchtig Schinkenbein,
Haut da gut taglöhnermäßig drein,
Füllt bis oben gierig den Pokal,
Trinkt, und wischt das Maul wohl nicht einmal.
Sieh, so ist Natur ein Buch lebendig,Unverstanden, doch nicht unverständlich:
Denn dein Herz hat viel und groß Begehr,
Was wohl in der Welt für Freude war',
Allen Sonnenschein und alle Bäume,
Alles Meergestad' und alle Träume,
In dein Herz zu sammeln mit einander,
Wie die Welt durchwühlend Banks, Svlander.