Druckschrift 
2 (1815)
Entstehung
Seite
127
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Da nun Alles. Alles sich bewegte,

Bäume, Fluß und Blumen und der Schleyer,!Und der zarte Fuß der Allersckönssen;

Glaubt ihr wohl, ich sey auf meinem Felsen,Wie ein Felsen, still und fest geblieben?

Künstlers Abendlied»

Ach, daß die innre SchöpfungskraftDurch meinen Sinn erschölle!

Daß eine Bildung voller SaftAus meinen Fingern quölle!

Ich zittre nur, ich stottre nur,

Und kann es doch nickt lassen;

Ich fühl', ich kenne dich, Natur,

Und so muß ich dich fassen.

Bedenk' ich dann, wie manches JahrSich schon mein Sinn erschließet.

Wie er, wo dürre Haide war,

Nun Freudenquell genießet;

Wie sehn' ich mich, Natur, nach dir.Dich treu und lieb zu fühlen!

Ein lust'ger Springbrunn, wirst du mirAus tausend Röhren spielen.

Wirst alle meine Kräfte mirIn meinem Sinn erheitern,

Und dieses enge Dasepn mirZur Ewigkeit erweitern.