Druckschrift 
2 (1815)
Entstehung
Seite
89
Einzelbild herunterladen
 

89

Einsamkeit^

Die ihr Felsen und Bäume bewohnt, o heilsame Nymphen,Gebet Jeglichem gern, was er im Stillen begehrt!

>NK- ^ Schaffet dem Traurigen Trost, dem Zweifelhaften Belehrung,lilüz!,», Und dem Liebenden gönnt, daß ihm begegne sein Glück.

Denn euch gaben die Götter, was sie den Menschen versagten,»chL Jeglichem, der euch vertraut, tröstlich und hülflich zu seyn.

Erkannte S - G l ü ck.

Was bedäcktlich Natur sonst unter Viele vertheilet,

'Äist Gab sie mit reichlicher Hand Alles der Einzigen, ihr.

^ Und die so herrlich Begabte, von vielen so innig Verehrte,Gab ein liebend Geschick freundlich dem Glücklichen, mir.

mtich'. _

E r w ah l te r Fe l s.

Hier im Stillen gedachte der Liebende seiner Geliebten;

Heiler sprach er zu mir: Werde mir Zeuge, du SteinlDoch erhebe dich nicht, du hast noch viele Gesellen;

Jedem Felsen der Flur, die mich den Glücklichen nährt.Jedem Baume des Wald's, um den ich wandernd mich schlinge,Denkmal bleibe des Glücks! ruf' ich ihm weihend «nd froh.Doch die Stimme verleih' ich nur dir, wie unter der Menge^ Linen die Muse sich wählt, freundlich di« Lippen ihm küßt.

ich»"'

G°eth«-r Gedachte. II Ls-

8